Studienergebnisse zu Hericium

Einige der Vitalpilze, die ich nutze, waren Teilnehmer an aktuellen Studien und konnten ihre Wirkung unter Beweis stellen. Aufgeführt werden im Folgenden nur die untersuchten Wirkungen/Inhaltsstoffe. Darüber hinaus unterstützen die Vitalpilze noch in vielen anderen Bereichen.

Hericium erinaceus (Igel-Stachelbart)

Eine Studie belegte, dass der Hericium kalorien- und fettarm, reich an Nährstoffen und bioaktiven Bestandteilen wie Kohlenhydraten, Proteinen, Ballaststoffen und Vitaminen ist. Für mich in der Arbeit mit den Hunden sind die Polysaccharide  als „Bausteine des Lebens“ besonders wichtig. Im Hericium konnten diverse dieser Polysaccharide nachgewiesen werden. So zum Beispiel das Polysaccharid β-Glukan und auch Polysaccharid-Protein-Komplexe wie Lektine, Laktone, Terpenoide, Alkaloide, Antibiotika und metallchelatierende Substanzen.

(Yadav SK, Ir R, Jeewon R et al. A mechanistic review on medicinal mushrooms-derived bioactive compounds: Potential mycotherapy candidates for alleviating neurological disorders. Planta Med. 2020 Jul 14. doi: 10.1055/a-1177-4834)

In einer anderen Studie wurde der Fruchtkörper des Hericium untersucht und es wurden einige Meroterpenoide nachgewiesen, die die Wirkung der alpha-Glukosidase hemmen. In der Diabetes Typ II Therapie spielen solche Glukosidase-Hemmer eine große Rolle. Es werden im Darm die Aufnahme von Kohlehydraten vermindert, weswegen nach der Nahrungsaufnahme der Blutzuckerspiegel langsamer ansteigt.

(Chen B, Han J, Bao L et al. Identification and α-Glucosidase inhibitory activity of meroterpenoids from Hericium erinaceus. Planta Med. 2020 Apr 21. Doi: 10.1055/a-1146-8369)

Die Wirkungen von Vitalpilzen standen bei einer anderen Studie im Vordergrund. Für Hericium wurde hier nachgewiesen, dass er zu einem gesteigerten Nervenwachstum führt. Aus diesem Grund setze ich ihn sehr gerne auch zur Regeneration bei neurologischen Störungen ein.

Dieselbe Studie beschäftigte sich auch mit der Wirkung von Hericium (und auch Agaricus blazei murril) bei Tumoren, Entzündungen und Allergien.
Es konnten zwei antitumorale Wirkmechanismen festgestellt werden. So greifen die Pilze durch Apoptose (Anregung des programmierten Zelltod) und Verhinderung der Metastasenbildung direkt auf die Tumore ein und indirekt wirken die Pilze gegen die übermäßige oder unkontrollierte Gefäßwucherung und sie unterstützen insbesondere die zelluläre Immunantwort durch die Typ-1-T-Helferzellen.
Auch eine Entzündungshemmende Wirkung konnte bestätigt werden. Entzündungsfördernde Zytokine werden verringert, der oxidative Stress wird gemildert und auf die Mikroben im Darm wird positiv regulierend Einfluss genommen.
Die anitiallergische Wirkung der Pilze konnte auf die Regulierung des Gleichgewichtes der TH1-/TH2-Helferzellen zurückgeführt werden.

(Hetland G, Tangen J-M, Mahmood F et al. Antitumor, anti-inflammatory and antiallergic effects of Agaricus blazei mushroom extract and the related medicinal basidiomycetes mushrooms, Hericium erinaceus and Grifola frondosa: A review of preclinical and clinical studies. Nutrients. 2020 May 8;12(5):E1339)