Hund entlaufen

Aus gegebenem Anlass noch einmal zum Thema Leine.

Ich habe das Gefühl, im Moment häufen sich wieder die Suchmeldungen. Oft sind es Angsthunde oder frisch eingezogene Hunde aus dem Tierschutz, die gesucht werden. Eigentlich eine nahezu überflüssige und leider extrem gefährliche Situation.

Dabei ist es ganz einfach diese Katastrophe zu verhindern. Es sind nur drei Punkte zu beachten, die Leben retten können:

1. „aufmerksam sein“
Es klingt vielleicht banal, ist aber absolut wesentlich.
Den Zaun um den Garten nicht nur ausreichend hoch wählen, sondern auch regelmäßig auf Schlupflöcher und Untergrabungen kontrolieren.
Die Haustür/Gartentür NIE offen lassen. Auch nicht mal kurz zum Müll raus bringen! Nie!
Den Hund sichern BEVOR er aus dem Auto springen kann. Also zum Anleinen nur so weit die Tür öffnen, dass man den Hund fest am Geschirr halten kann.
Auf den Punkt gebracht: nicht das kleinste Schlupfloch frei lassen. GAR KEIN EINZIGES…

2. „das Geschirr“
Es gibt so viele tolle Halsbänder – mit Nieten, Glitzer, Leder, Seil in allen Farben und Breiten. Und so tolle Geschirre mit Klettstickern und Sprüchen. Der Phantasie und der modischen Neigung sind kaum Grenzen gesetzt.
Allerdings muss hier für die Wahl erstmal nur ein Aspekt zählen: die Sicherheit!
Und es gibt nur ein einziges „ausbruchsicheres“ Geschirr. Das Sicherheitsgeschirr.
Beim Sicherheitsgeschirr führt ein Gurt um den Hals, einer etwa 2-3 Finger breit hinter den Achseln lang und ein dritter verläuft etwa bei dem vorletzten Rippenbogen um den den Körper. Die Stelle ist deutlich dünner als der vordere Brustkorb. Der Hund kann also unter keinen Umständen aus dem Geschirr entfleuchen!
Soll der Hund eigentlich an einem Halsband geführt werden, muss er ZUSÄTZLICH mit dem Geschirr gesichert werden.

3. „Tracking“
Unsere Rumäninnen sind mir beide schon entwischt, weil sie sich unerwartet mit aller Kraft in die Leine geworfen haben. Einmal war der Ruck so doll, dass ich Blutergüsse in den Fingerkuppen hatte.
Seitdem habe ich eine Schlaufe um mein Handgelenk gebunden. Das sollte man nicht machen, da man so natürlich unter Umständen umgerissen wird!
Es kann also trotz der besten Sicherung ganz blöd passieren, dass ein Hund entwischt. Wenn dieser Fall eintritt, bleibt eine dritte Absicherung: der GPS-Tracker. So kann der Hund zumindest geortet und wieder zurück geholt werden.

Warum sich scheinbar nur wenige an diese Absicherung halten, entzieht sich meunem Verständnis. Mir ist das jeder unserer Hunde wert!

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