Cortison oder Pendeln?

Der Konflikt zwischen der Heilkunst als Alternativmedizin und der Schulmedizin ist wahrscheinlich begründet auf die tiefe Kluft zwischen festgefahrenen Wissenschaftlern auf der einen Seite und esoterischen Scharlatanen auf der anderen Seite. Dabei haben beide Ansätze eine lange Entwicklungsgeschichte und ihre Berechtigung.

Die Arbeit mit Energien hat eine Jahrtausende währende Tradition:

Die Entwicklung der chinesischen Medizin reicht zurück auf vor 1000 vor Christi. Das älteste Lehrbuch, das „Huang Di Nei Jing“ (der Klassiker der inneren Medizin des Gelben Kaisers) ist ca. 300 vor Christi veröffentlicht worden.

Die Arbeit mit Chakren, z.B. im tantrischen Hinduismus und Yoga wird im 8. Jahrhundert nach Christi in Schriftform erwähnt.

In der Kräuterheilkunde werden die Heilkräfte, die heilenden Energien der Pflanzen, seit Jahrtausenden genutzt. In der westlichen Welt wurde mit der Druckkunst ab dem 15. Jahrhundert das Wissen in den Klöstern gesammelt und verschriftlicht.

Ab 1796 begründete Samuel Hahnemann mit seinen Schriften die Homöopathie.

Reiki wurde von dem Japaner Usui Mikao etwa 1920 entwickelt. 1921 wurde eine Reiki-Klinik gegründet.

Die Entwicklung der Schulmedizin nahm ihren Anfang etwa 500 vor Christi. Durch das Beobachten des Körpers, Sezieren und Experimentieren wurden die Erkenntnisse im Laufe der Jahrtausende vertieft und unter dem Aspekt der Wiederholbarkeit (unter anderem) verifiziert.

Mit zunehmender Aufklärung wird deutlich, dass sich beide Herangehensweisen hervorragend in der Zusammenarbeit ergänzen können.

Warum sollte man nicht einen Heilungsprozess durch eine energetische Stärkung des Körpers unterstützen, wenn Antibiotika aufgrund eines Bakterienbefalls verabreicht wurden? Oder warum sollte man auf Antibiotika oder Schmerzmittel verzichten, wenn die Selbstheilungskräfte des Körpers nicht ausreichen?

Ob ich mir die Wirkung und was im Detail passiert erklären kann, spielt für mich kaum eine Rolle. Denn das kann ich bei beidem nur anhand von Modellen und Begriffen als Erklärungskrücken. Für mich zählt ausschließlich, dass es nutzt und nicht schadet.

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