Emma

Emma kommt wie Abby aus Rumänien. Sie ist allerdings nicht auf der Straße aufgewachsen, sondern bei Menschen. Was besser ist, wage ich nicht zu beurteilen, denn auch Emma musste viel Leid erfahren.

Im Alter von etwa einem Jahr wurde sie zum Tierarzt gebracht, der sie einschläfern sollte, weil ihre damaligen Besitzer sie nicht mehr wollten. Sie war als Kettenhund gehalten worden, hatte Verletzungen von Schlägen, eitrige Stellen, viele Flöhe und war unterernährt.

Anstatt sie einzuschläfern versorgte der Tierarzt sie und brachte sie zur Tierrettung von Vision-Hope-For-Life. Dort wurde sie von Violetta Sava aufgepäppelt und letztlich kam sie dann durch Agnes Streinu zur weiteren Vermittlung nach etwa zwei Jahren auf den Hun’nenhof. Dort war sie etwa eine Woche, bevor wir ihr begegneten und feststellten, dass sie zu uns gehört.

Was mich begeistert und rührt, ist Emmas enger Bezug zu Menschen. Sie genießt Nähe und gestreichelt zu werden. Mit einer liebevollen, etwas tollpatschigen Art versucht sie möglichst viel Aufmerksamkeit zu bekommen. Dabei versucht sie sehr vorsichtig zu sein und beobachtet genau ihr Gegenüber.

Nach schlimmsten Erfahrungen so offen und stark dazustehen, das nennt man wohl Resilienz!

Ich freue mich auf die Arbeit mit Emma, die nun erst in Ruhe ankommen darf.